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Waggonbau Brüninghaus in Schwerte (Westhofen)

Eine recht bewegte Geschichte, die ich trotz umfangreicher Recherchen bisher nur bruchstückhaft rekonstruieren konnte, weist die ehemalige Waggonbau Brüninghaus GmbH in Westhofen auf. Belegt ist, daß die Fabrik im Jahre 1909 als Förderwagen-Fabrik Eisenwerk Westhofen GmbH von der damaligen Stahlwerke Brüninghaus AG (Werdohl) aufgekauft wurde und somit den Namen „Brüninghaus“ erhielt.

Größter Arbeitgeber in Westhofen

Aus einer Firmenpräsentation geht hervor, daß man ab 1919 Federn für Eisenbahnwaggons herstellte und diesen Geschäftsbereich in den folgenden Jahren immer weiter ausbaute und sich so zum „größten deutschen Hersteller von Kesselwagen“ entwickelte. Neben der Produktion neuer Wagen wurden auch Wartungs- und Instandhaltungsdienstleistungen für die Waggons angeboten. Mit bis zu 1.800 Beschäftigten war die Firma der größte Arbeitgeber in Westhofen.

2004: Insolvenz und Schließung

2001 wurde die Firma, deren Besitzer mittlerweile die Hoesch Hohenlimburg GmbH war, an die Karsdorfer Eisenbahngesellschaft (KEG) verkauft, die Anfang 2004 in finanzielle Schwierigkeiten geriet und kurz darauf Insolvenz anmelden musste. Trotz guter Auftragslage konnte jedoch kein Investor gefunden werden, so daß die endgültige Schließung noch im selben Jahr erfolgte. Nach Berichten in den Medien waren zuletzt 149 Mitarbeiter davon betroffen.

Die Bilder wurden zum Jahreswechsel 2006/2007 aufgenommen, mittlerweile (Stand 2014) befindet sich auf dem Gelände ein Logistikzentrum. Vom ehemaligen Brüninghaus-Komplex sind nur noch zwei kleinere Hallen am südlichen Grundstücksrand erhalten geblieben.

Bildergalerie:

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