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VEB ZEKIWA Zeitz

Mehr als 2.000 Mitarbeiter, eine Jahresproduktion von rund 600.000 Stück und Export in 15 Länder: Das war der VEB Zeitzer Kinderwagenindustrie (»ZEKIWA«) zu DDR-Zeiten. Hervorgegangen ist der Großbetrieb aus einem Zusammenschluß mehrerer kleiner Manufakturen und Zulieferbetriebe; die Wurzeln reichen zurück bis in das Jahr 1846.

Europas größtes Kinderwagenwerk

Die Stadt Zeitz entwickelte sich Anfang des 20. Jahrhunderts zu einem Zentrum der Kinderwagenindustrie in Europa. Diese große Bedeutung machte den Betrieb zu DDR-Zeiten zu einem wichtigen Devisenbringer, die Kinder- und Puppenwagen wurden in großen Stückzahlen auch an Vesandhäuser wie Quelle oder Neckermann geliefert. Die Produktion war dementsprechend modern ausgestattet mit einem hohen Automatisierungsgrad. Es gab beispielsweise eine vollautomatische, rechnergesteuerte Förderbandbrücke (das „Weiß-Blaue Wunder“), die das Versandlager mit der Produktion verband und dabei eine Straße sowie einen Fluß überquerte.

Die „Wende“ — das Ende

Mit dem Ende der DDR brachen für Zekiwa schlagartig die wichtigsten Exportmärkte weg, so daß der Fertigungsbetrieb recht bald komplett geschlossen und nach der Privatisierung abgewickelt wurde. Bei meinem Besuch im Sommer 2011 waren schon große Teile des Hauptwerks abgerissen, erhalten geblieben ist das Eckhaus mit der markanten Fassade. Von der Bandbrücke stehen lediglich noch zwei Betonpfeiler, das Werk 2 und der Verladebahnhof sind noch vorhanden aber in einem sehr schlechten Zustand.

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