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»Rheinischer Esel«

Eisenbahnstrecke Nummer 2141 Dortmund-Löttringhausen — Bochum-Langendreer über Witten

Der witzige Trassenname „Rheinischer Esel“ stammt noch aus den ersten Betriebsjahren der ehemaligen Bahnverbindung zwischen den Ruhrgebiets-Städten Dortmund, Witten und Bochum. Der Legende nach wechselten viele Kleinbauern und Landwirte, die Kleinvieh, Eier, Obst und Gemüse zu den umliegenden Regionalmärkten transportierten und dafür nicht mehr auf Esel- oder Pferdefuhrwerk angewiesen waren, auf die ab 1880 angebotene Zugverbindung.

Damit war es jedoch spätestens ab 1979 vorbei, es endetet der regelmäßige Personenverkehr. Auch der Güterverkehr wurde anschließend stark eingeschränkt, ab dem Jahr 2004 gänzlich. Bereits zwanzig Jahre zuvor wurde das Streckenteilstück zwischen Dortmund und Witten-Ost stillgelegt, da etwa wichtige Gewerbekunden wie die direkt an der Trasse anliegende Zeche Hamburg in Witten-Annen und die Zeche Gottessegen in Dortmund-Löttringhausen den Kohlenabbau einstellten. Zuletzt gab es noch Güterverkehr zu mehreren Stahlwerken und Stückgut für den Bahnhof Witten-Ost, ferner zu einem Sägewerk. Seitens der Bahnverwaltung gab es insbesondere ab den 2000er Jahren kein Interesse mehr, irgendeinen Verkehr auf der Trasse zu halten – sämtliche Investitionen und Neukundenakquise unterblieben. Dabei lagen zahlreiche Güteroptionen für die bis dato verbliebene Strecke bereit, etwa für die immer noch produzierenden Stahlwerke.

Nun ist nahezu der gesamte Bahndamm mit den original Bahnbrücken/Viadukte ein fester, teils asphaltierter Radweg. Lediglich im Bereich vom Bahnhof Witten-Ost wurde aktuell eine Brücke aufgrund der geringen Durchfahrtshöhe entnommen und der Radweg umgeleitet.

Bilder und Text: Dennis Köthur

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