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Der „Arendsee-Express“

Eisenbahnstrecke Nummer 6901 von Salzwedel nach Geetgottberg über Arendsee

Beim Betrachten einer Eisenbahnkarte im Bereich der Altmark fällt sofort der einstige Eisenbahnknoten Arendsee auf — bis in die 1970er Jahre konnte noch in drei Richtungen gereist werden: mit Anschluss an die „Amerika-Linie“ in Salzwedel, dem Bahnknoten Stendal und Wittenberge. Der Fremdenverkehrsort Arendsee ist zudem durch das größte (natürliche) Gewässer Sachsen-Anhalts bekannt, sowie ein regionaler Mittelpunkt. Trotzdem sind seit dem Jahr 2004 gar keine Personenzüge mehr auf der Trasse zwischen Salzwedel und Geestgottberg unterwegs. Die Kleinbahn nach Stendal wurde bereits 1978 eingestellt und spätestens in den 1980er Jahren demontiert.

Zur Betriebszeit sind kaum Anekdoten bekannt, dies ist aber auch der kurzen Betriebszeit geschuldet. Obwohl schon vor dem Ersten Weltkrieg Planungen konkret vorlagen, erfolgte die Eröffnung erst im Jahr 1922 mit geringen Verkehrsaufkommen. An den schönen Bahnhöfen ist das Baujahr ebenfalls zu erkennen, welche vor allem für den erhofften Güterverkehr errichtet wurden. Leider wurden die Erwartungen im Frachtverkehr eher nicht erfüllt und die abgelegene Lage der meisten Bahnhöfe sind für eine Wiederinbetriebnahme heutzutage ungeeignet. Trotzdem könnte sich zumindest eine Reaktivierung im Bereich Salzwedel – Arendsee anbieten, da hier der Bahnhof direkt im Ort liegt. Aktuell arbeitet die DRE (Deutsche Regional Eisenbahn) als Trassenpächter umfangreich an der Strecke und ggf. erfolgt in den nächste Jahren auch eine Reaktivierung im Personenverkehr.

Anbei Bilder von einer „Trassen-Inspektionsfahrt“ aus dem Jahr 2017

Bildergalerie:

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